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Abenteuer Russland

Die letzten Wochen

Am 08.07. geht es für mich wieder nach Hause, noch 18 Tage um die Zeit hier zu genießen, um Russisch zu lernen und um alles nocheinmal Revue passieren zu lassen. 

Zur Zeit ist ja WM in Russland. Hier in Kazan haben bereits zwei Spiele stattgefunden. Mein Freund (welcher mich für eine Woche besuchen war) und ich waren zum ersten Spiel Frankreich gegen Australien. Das Gefühl bei einer WM live dabei zu sein ist unbeschreiblich. So viele Fans die friedlich nebenbeinander im Stadion sitzen, gemeinsam mit dem "Gegner" Fotos machen und sich einfach nur freuen dies zu erleben. 

Kazan ist kaum wiederzuerkennen mit den ganzen Touristen, die Baumann-Straße und die Cafes sind gefüllt. Teilweise sieht man Kellner an der englischen Sprache verzweifeln. Man hätte vielleicht eher anfangen sollen mit dem Englisch lernen.laughing Mein Freund und ich haben uns morgens und abends von köstlichem Essen verwöhnen lassen. Das Frühstück war so viel, dass es meist den ganzen Tag über gehalten hat. So konnten wir die Zeit am Tag ausgiebig für Unternehmungen nutzen. Wir besuchten das Музей Самогона auf der Baumann-Straße, in welchem die Geschichte des selbstgebrauten Schnaps dargestellt wurde. Da das Wetter immer wunderschön und warm war besuchten wir den Gorkipark. Am heißesten Tag der Woche kauften wir uns einen Tag am "Strand" und ließen uns ordentlich die Sonne auf den Bauch scheinen und zur Abkühlung ging es in den Pool. Auch dem Kreml-Gelände und dem Ufer der Kasanka statteten wir noch einmal einen Besuch ab. Abends genossen wir die schöne Atmospäre neben des Kamal-Theaters und schlenderten entlang der Promenade. Den letzten Tag mieteten wir uns noch für eine halbe Stunde ein Tretboot und genossen die Aussicht vom See auf die Stadt.

Die Zeit mit meinem Freund war sehr schön aber leider viel zu kurz. Die Zeit ist gefühlt gerast und wieder wollte ich mit ihm morgens in den Flieger steigen. Aber in anderhalb Wochen kommt meine Familie und darauf freue ich mich auch schon sehr.

Noch ein kleines Schreckenserlebnis, als ich mit meinem Freund morgens mit dem Taxi zum Flughafen gefahren bin, wäre mir bei offenem Fenster (dies ging nicht mehr zu) beinahe der Blechrahmen des Autos ins Gesicht geweht. Zum Glück ist er "nur" auf die Straße bei etwa 90km/h gefallenlaughing

 

Ganz liebe Grüße von mir kiss

 

Kazan Arena Fontäne am Kamal-Theater Blick vom Tretboot aus Ein Tag am Strand  Blick auf den Kreml Fanareal Familienzentrum Khul-Sharif-Moschee Im Museum Samogon Auf der Baumann-Straße Blick zum Stadion Khul-Sharif-Moschee

Время летит

Время летит - die Zeit vergeht

Mein letzter Blogeintrag ist schon wieder einen Monat her und ich bin nun auch nur noch einen Monat hier. Ich hätte nie gedacht das die Zeit so schnell vergeht.

Mittlerweile sind alle Prüfungen vorbei und ich konnte mein "зачётная книжка" gut füllen. Die meisten meiner Kommilitonen hier sind bereits abgereist und auch für mich ist es bald so weit. In den letzten vier Wochen habe ich aber noch einiges erlebt. Zum einen durfte ich die ersten warmen Tage genießen. Das war einfach herrlich. Kazan ist so grün und so wunderschön, wenn alles blüt und man sich nicht mehr in die dicke Jacke werden muss. 

An einem Sonntag waren wir mit zwei Freunden aus Italien beim Foodfestival im Milleniumpark, das war klasse. Es gab Musik, viel zu Essen (für jeden Geschmack was dabei) und zu Trinken. Wir genossen die entspannte Atmosphäre. 

Das darauffolgende Wochenende besuchten wir von der Uni aus der Raifer Männerkloster. Das war recht schön, nur leider hatte ich mein Kopftuch vergessen und auch keinen Rock an laughing Das hieß für mich, Jacke über den Kopf und mir wurde ein rockähnliches Etwas umgebunden. Zum Ende hin spielten wir noch ein kleines Abenteuerspiel. Wir bildeten eine Gruppe "Europa" und gewannen gegen die restlichen Gruppen. Als Geschenk gab es einen schönen Anhänger vom Raifer Männerkloster. Ganz besonders hat mir die Lage des Klosters gefallen - an einem See ganz ruhig und idyllisch mit einem schönen Ufer. 

Die darauffolgende Woche gab es Besuch aus der Heimat, da das internationale Forum für Pädagogik (IFTE)in Kasan stattfand. Ein Kommilitone und mehrere Dozenten aus Dresden nahmen daran teil. Am Montag las ich anlässlich der Lev Tolstoi-Woche einen Auszug aus einem seiner Bücher vor und wurde dabei gefilmtlaughing In der Woche der IFTE nahm ich an verschiedenen Vorträgen teil, welche wirklich sehr interessant und lehrreich waren.

Am letzten Wochenende machten wir eine Wanderung zu einem Park, welcher neu erbaut wurde und wirklich sehr schön gestaltet ist. Es wurden viele Elemente aus Holz und für Kinder eingebaut. Mitten im Park merkt man gar nicht das man sich in einer Großstadt befindet. Den Sonntag dann verbrachten wir mit Katja und ihrer Gruppe auf Bulgar. Katja wurde mit durch eine Freundin vermittelt, mit welcher ich mich dann einen Tag zu vor in Kontakt setzte. Das erste Mal trafen wir uns dann direkt am Ausflugstag. Sie und ihre Freunde waren wirklich sehr nett und wir unterhielten uns frei auf Russisch. Nach Bulgar gelangten wir mit einem Schnellboot und die Fahrt dauerte 3 Stunden. Amüsant war, dass unsere russischen Freunde alle einen Beutel voller Bananen mithatten laughing

Das war dann auch schon alles aufregende was im letzten Monat passiert ist. Derzeit ist hier das Wetter aber auch nicht unbedingt gut. Es regnet fast nur. Ich hoffe das, wenn in 10 Tagen mein Freund kommt die Sonne scheint. 

 

Flashmob - Wir lesen Tolstoi Am Ufer in Raif In Bulgar in den Ruinen Die wunderschöne Moschee auf Bulgar Auf Bulgar - Kühe in freier Natur ohne Zaun Auf Bulgar Aussicht aus einem Turm in Bulgar Bulgar Bulgar Bulgar Spielen Im Park Park Raifer Männerkloster Foodfestival Blick vom Schnellboot aus Unsere Gruppe in Bulgar

Fußball, Lenin und der Tempel aller Religionen

Hallo ihr Lieben :)

Ich habe gerade mal etwas Zeit (weil morgen "wieder" Feiertag ist) und deswegen berichte ich euch mal von meinem Wochenende. 

Der Samstag begann mit meinem Weckruf um halb acht über den Lautsprecher. Man sollte sich doch bitte in 5 Minuten vor dem Wohnheim einfinden. Ich hatte keine Ahnung von nichts, war noch müde und entschloss einfach weiterzuschlafen. Später erfuhr ich dann, dass субботник (=Arbeitstag am Samstag) war und alle ausländischen Studierenden das Universiade-Dorf gesäubert haben laughing . Damit der Tag nicht ganz so unproduktiv blieb, entschieden wir uns eine kleine Wanderung durch das literarische Stadtviertel in Kazan zu machen. Mit dem Bus fuhren wir dann in die Stadt und starteten unseren literarischen Spaziergang. Vom Puskin-Denkmal über das Lenin-Denkmal (welches nicht unbedingt literarisch ist) zu weiteren Denkmälern und Museen. Das Wetter spielte gut mit und wir genossen unseren kleinen Ausflug. 

Am Sonntag besuchten wir den Tempel aller Religionen. Die Fahrt dahin mit der Linie 45 dauerte gute 2 Stunden. Es war ein bisschen wie eine Stadtrundfahrt. Wir sahen schöne und weniger schöne Teile Kazans. Es gab Wohnungen, wo man sich nicht vorstellen konnte, das in diesen noch jemand wohnte - aber so war es leider. Angekommen am Tempel waren wir auf den ersten Blick etwas enttäucht, da es bei weiterm nicht zu farbenfroh aussah wie es auf Bildern immer scheinte. Man hatte allerdings einen schönen Blick auf den Fluß. Für 50 Rubel entschlossen wir uns noch in den Tempel hineinzugehen. Vertreten waren die Kultur des Islams, des orthodoxen Christentums und des Buddhismus. Letztendlich waren wir nur etwa eine halbe Stunde da und sind anschließend wieder 2 Stunden zurückgefahren. 

Am Montag wollte ich eigentlich nur Hausaufgaben machen, aber dann entschlossen wir uns zum Fußball in die Kazan Arena zu gehen. Es war das letzte Heimspiel von Rubin Kazan und die Tickets waren kostenlos. Die Straße zum Stadion hin war für den kompletten Verkehr gesperrt und somit mussten wir eine viertel Stunde etwa zu Fuß hinlaufen. Tickets zu bekommen war auch so ein Ding. Es standen mega viele Leute an und es wurde sich gefühlt um die Tickets geprügelt (obwohl dann im Stadion noch genügend Platz war). Wir waren froh, als wir unsere Tickets in der Hand hielten. Die Kazan-Arena war ziemlich cool, das Spiel eher lahm laughing

Morgen ist dann Feiertag (Tag des Sieges) und ich bin gespannt, wie dieser hier zelebriert wird. 

Привет Дженни 

  Kazan Arena Auf dem Weg zum Stadion Tempel aller Religionen Ufer am Tempel aller Religionen Tempel aller Religionen (Islam) Tempel aller Religionen Бабушка Lenin Pushkin Футбол с иностранцами Футбол с иностранцами 2

Halbzeit - Die Hälfte ist geschafft

Всем привет! smile

Nach fast einem Monat melde ich mal wieder. Die Zeit hier vergeht so schnell, dass hätte ich zu Beginn meines Auslandsaufenthalts nie gedacht. Ich habe schon die ersten zwei Prüfungen an der KFU abgelegt, und bei der zweiten auch schon das Ergebnis (отлично = ausgezeichnet cool). In den nächsten Wochen kommen jetzt noch die restlichen Prüfungen dazu und dann sollte ich es Ende Mai/Anfang Juni auch schon geschafft haben. 

Derzeit haben wir mal wieder Feiertage, da fällt mir manchmal echt die Decke auf den Kopf. Ich würde lieber in die Uni gehen. Am Wochenende habe ich mich mit einer Studentin aus Kazan auf einen Kaffee getroffen und habe etwas mein Russisch trainiert, es war wirklich sehr schön.

Die Woche konnte ich auch endlich mein Visum abholen und hab jetzt endlich wieder all meine Dokumente bei mir. Das Wetter wird auch langsam besser, obwohl wir die letzten Tage leider nur Regen hatten (zum Glück habe mich meine Gummistiefel mitgenommen). Aber vor einer Woche hatten wir einen wiederholten Wintereinbruch, Minusgrade und alles war wieder voller Schnee undecided Das gehört nun der Vergangenheit an, für die Woche sind sogar +21 Grad vorhergesagt. 

Mit meiner Mitbewohnerin habe ich vor in 2 Wochen nach Ekaterinburg mit dem Zug zu fahren, dafür muss noch alles geplant werden (Zugkarten, Hotel, etc.) Außerdem wollen wir noch mit unserer Dozentin nach Raif fahren. 

Am Freitag war eine Studentenparade (zu Ehren der Studenten), die war sehr interessant. In Deutschland kann man sich sowas gar nicht vorstellen. Außerdem war ich noch im Gorkipark, der immer Sommer sicherlich noch schöner ist. Es gibt da viele Kaffees und man kann sich hervorragend sonnen. 

Mehr fällt mir derzeit nicht ein. Ich versuche mich häufiger zu melden wink

Я желаю всем хороший день! kiss

 

Denkmal für unbekannte gestorbene Soldaten Im Gorki-Park Die ewige Flamme Monument am Gorki-Park in Gedenken an die Soldaten Schnee Ende April Regen über Regen

Любовь - единственное, что позволено нам, чтобы заглянуть в вечность

Hallo ihr Lieben nach genau einem Monat melde ich mich mal wieder. Eigentlich ist nichts Aufregendes passiert die letzten Wochen. Ich bin regelmäßig zur Uni gegangen und hab Bürokratiekram erledigt. Also wirklich nichts spannendes. 

Am Endes des Monats jedoch, bekam ich Besuch aus der Heimat von meinem Freund. Ich war am Tag seiner Ankunft unglaublich aufgeregt, sodass mir gleich erstmal schlecht war. Als er dann nachts endlich ankam, war es so als wären wir nie getrennt gewesen. Am ersten Tag zeigte ich ihm das Kremlgelände und die Baumannstraße. Leider war das Wetter nicht ganz so gut. Abends gingen wir dann essen. Hier gibt es in fast jedem Restaurant eine Garderobe, wo man seine Jacken abgibt. Das Essen war wirklich jeden Tag ein Genuss. Den nächsten Tag gingen wir shoppen (mit wir meine ich eher mich) und besuchten das Museum "Sowjet-Life", was sich wirklich lohnt. Wir schauten uns Kleidung, Spielzeug etc. aus Sowjetzeiten an und im Hintergrund lief dabei "Dschingis khan". Donnerstag und Freitag hatten wir atemberaubendes Wetter, also besichtigten wir nochmal den Kreml, gingen entlang des Ufers der Wolga und beobachteten die Eisangeler. Zum Mittagessen nutzten wir meistens das Angebot des Business-Lunches. Am Freitag besuchten wir das tatarische Dorf, welches sich mitten in der Stadt befindet. Dort waren wir in einem "Дом мастеров", wo auf jeder Etage ein anderes Handwerk vorgestellt wurde. Die Мастер waren sehr stolz drauf über ihr Handwerk und dessen Herstellung zu berichten. Obwohl das Russisch meines Freundes berschränkt ist, hat er mit Freunde zu gehört und auch einges verstanden. Am Samstag zeigte ich ihm von außen mein Wohnheim (er durfte ja leider nicht mit rein). Den Sonntag und leider schon letzten Tag verbrachten wir nur im Hotelzimmer mit Filme schauen, lediglich zum Mittagessen gingen wir 500m zu Bürgerking laughing Außerdem erwies sich Julius die Tage als exzellenter Biertester. 

Am Montag musste ich ihn dann leider wieder zum Flughafen schaffen und wäre am liebsten direkt mit in den Flieger gestiegen. Aber das ging nicht, denn ich muss noch ein paar Monate durchhalten. Die Woche nachdem er weg war, verging kaum, aber jetzt wird es hier langsam Frühling und die Frühlingsgefühle kommen smile Ihr glaubt nicht, wie sehr man sich über +5°C freuen kann. Nachts sind allerdings noch Minusgrade. Aber der Schnee fängt kontinuierlich an zu tauen und die Wolga tritt langsam ans Tageslicht. 

Das wars auch schon von mir, denn auf mich warten noch ein paar Hausaufgaben. 

Liebe Grüßevon Eurer Jenni kiss

Aussichtsplattform am Kreml Aussicht aus unserem Hotel Im Sowjet-Life Museum Петропавловский собор Im tatarischen Dorf Das tatarische Dorf Im Sowjet-Life Museum

Langsam lebt man sich ein

Hallo ihr Lieben, ich melde mich mal smile

Ich habe mich langsam eingelebt und fühle mich hier recht wohl. Heute am 08.03. haben wir wieder Feiertag (und wieder einmal drei Tage hintereinander). Die Woche startete ganz entspannt mit einem frisch bezogenen Bett, denn muss man jede Woche das Bett abziehen und sich neue Bettwäsche holen. So langsam werde ich auch "Bettbeziehprofi" laughing

Wir hatten hier am Montag nur -4°C und es hat begonnen zu tauen, man konnte kaum die Straßen überquerren, da überall nur riesige tiefe Pfützen waren. Gemeinsam mit meiner Kommillitonin hielt ich hier meinen ersten Vortrag in Russisch über das Bildungssystem in Deutschland im Seminar "Профессиональные образование". Die Dozentin war begeistert von unserem Vortrag und ich gab mir stets mühe alles verständlich zu erklären (trotz teilweise fehlenden Vokabulars). Im Vergleich zu den einheimischen Studierenden, deren Vortrag aus einem ausgedruckten Dokument aus Wikipedia bestand (welches nur vorgelesen wurde), bereiteten wir uns mit PowerPoint und Metakarten drauf vor. embarassed Aber Bildung wird hier so habe ich das Gefühl anders definiert. Auch Vorlesungen sind im wahrsten Sinne des Wortes Vorlesungen, denn es wird nur vorgelesen was auf dem Zettel steht und diktiert, was die Studenten mitschreiben sollen. Auch mal im Unterricht WhatsApp schreiben oder telefonieren ist hier kein Problem (und ich rede nicht von den Studenten).

Jede Woche kommt jemand vorbei, um die Wohnung zu begutachten und ob diese sauber ist, ungewöhnlich aber irgendwie auch verständlich. An die Lautsprecheransagen habe ich mich noch nicht gewöhnt, manchmal ist man schon am einschlummern, aufeinmal schreit der Lautsprecher los, dass Feueralarm ist.

Beim einkaufen in einem Supermarkt gibt es auch einen interessanten Fakt, man darf die Joghurts einfach abknicken auch wenn sie im Viererpack sind, oder auch das Aktimel, was es normalerweise im 6er Pack gibt kann man einzeln mitnehmen. Das gleiche Gilt für Taschentücher, brauch man nur eine Packung, nimmt man nur eine. Ich persönlich finde das super laughing Neulich beim shoppen ist mir etwas ungewöhnlich schönes passiert. Ich schaute durch die neue Frühjahrskollektion und auf einmal richtete mir die Verkäuferin meine Kaputze und sagte "So jetzt sehen Sie wieder schön aus."smile Meisten sind die Menschen hier ganz nett, aber man sieht sie nur selten lachen. Ich dachte immer das wäre ein Stereotyp, aber nun kann ich es auch im großen und ganzen bestätigen. Es sei denn man kennt sich besser, dann sind die Russen an Herzlichkeit und Wärme nicht zu übertreffen.

Nächste Woche soll es hier etwas wärmer werden und ich habe Angst vor dem Tau. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wo das ganze Wasser hin soll. 

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und до встречи! smile 

Nur noch Match, wenn der Schnee taut Im Derevnja Universiady

Feiertage über Feiertage

Hallo ihr Lieben, ich melde mich zurück aus dem sonnigen Kazan. Hier scheint gefühlt immer die Sonne. Sie hat nur leider noch nicht so viel Kraft.

Zum ersten Feiertag entschieden wir uns nochmal ins "Южный" (ein Einkaufszentrum) zu fahren, um etwas shoppen zu gehen. Eigentlich wollte ich einen Pulli und eine Hose haben - aber gekauft habe ich einen Rock (typisches Paradebeispiel für eine Frau) laughing

Am nächsten Tag trafen wir uns mit Natascha, einer Russin, welche im April nach Dresden fliegen und an der TU studieren wird. Sie zeigte uns die Stadt, wir gingen in den Kreml (wo ich für meine Oma und meinen Opa eine Kerze anzündete). Da drin war es atemberaubend schön, man durfet nur leider keine Bilder machen. Danach gingen wir zur Märchenstadt, wo meine Augen leuchteten. Überall Lichter, an den Bäumen, am Zaun - es war einfach nur schön. Und dazu lief im Hintergrund romantische Musik.

Da ich nahezu erfroren bin gingen wir in ein Kaffee, wo wir herrliche Блины aßen und eine gute Tasse черный чай tranken. Es war ein wirklich schöner Tag mit Natascha.

Zum Sonntag ist nur entspannen angesagt, und etwas für die Uni machen. Die Sonne scheint in Kazan An meine Liebsten daheim - ich habe euch lieb Vor dem leuchtenden Baum machen Hochzeitspaare immer Fotos Ein Schloss mitten im Winter Schnee - überall nur Schnee   Das Gebäude meines Instituts Das Märchendorf der Träume

Eindrücke der vergangenen Tage

Hallo meine Lieben, da bin ich wieder und melde mich mit Neuigkeiten aus dieser Woche smile

Am Montag hatte ich eine Veranstaltung zur Pädagogik in Berufsbildenden Shulen, da ich selbst aus dem Bereich komme, war es sehr interessant zuzuhören. Allerdings ist das System hier komplett anders als bei uns, sie versuchen sich aber zunehmend an unseres duales System anzugleichen. Außerdem haben wir zum ersten Mal die Wäsche hier gewaschen und waren erstmal etwas skeptisch. Zumal das Waschmittel auch noch "Mief" hieß und wir einfach nur hofften, dass es nicht mieft. Aber Entwarnung, es war alles gut. 

Am Dienstag besuchte ich wieder Sprachkurse zur russischen Sprache. In der ersten Veranstaltung, die studentenfreundlich erst um 11:50 beginnt sangen wir russische Lieder. Das hat total Spaß gemacht. Auch die nächsten beiden Stunden haben sehr viel Spaß gemacht. So langsam gewöhnt man sich an das Russische. 

Am Mittwoch waren Andrea und ich ein Theater besuchen, wo wir eine Führung mitmachten. Diese war sehr interessant, wir schauten hinter die Kulissen und hörten uns anschließend eine Diskussion über Theaterpädagogik an, welche überwiegend auf tatarisch war (eher nicht so toll, weil wir nichts verstanden). Zurück nach Hause war der Bus wieder übervoll, und egal ob Tür auf oder zu der Bus fährt. Und hält freund licher Weise auch immer an. 

Heute lernte ich das philologische Institut besser kennen mit Hilfe meiner Ansprechpartnerin vor Ort. Sie versicherte mir stets das wir alles hinbekommen. Zum Abend lernten wir noch zwei nette Männer aus dem Irak kennen, welche mit uns auf derselben Etage wohnen. Außerdem kochte ich heute meinen ersten Eintopf selber, weil Nudeln (welche ich seit Tagen esse) mir langsam zum Hals raushängen.

Die nächsten beiden Tage ist hier Feiertag (Tag des Verteidigers des Vaterlandes) und die Herren werden beschenkt und gefeiert. Zum Glück aber hat hier an Feiertagen jeder Laden dennoch bis 22 Uhr offen und wir können etwas shoppen gehen.

Bis die Tage, eure Jenni smile

 

Mein erster selbstgemachter Eintopf Kamal Theatre Kamal Theatre Große Kleider- und Requisitenkammer Kamal Theatre

Sonntagsausflug

Добрый вечер дорогие друзья!

Der Sonntag begann bei mir heute in Bliny und einer großen Tasse Tee. Gestärkt für den Tag machten wir uns auf den Weg zum Казанский кремль und zur Мечеть Кул-Шариф. Nach einem 30 minütigen Spaziergang von der Bushaltestelle aus, waren wir dann auch endlich angekommen. Das komplette Gelände mit Moschee und Kirche war atemberaubend schön und an sich kaum vorstellbar beide mächtige Gebäude gemeinsam auf einem Platz zu sehen. Ich werde zu wärmeren Temperaturen bestimmt nochmal dahin zurückkehren. 

Wie schon gesagt, es war ziemlich kalt und so fühlte es sich an, als würden Hände und Füße vor Taubheit abfallen. Meine Schuhe sind wohl für die Temperaturen nicht gemacht. Ich frage mich immer wie die Frauen das hier machen, sie tragen selbst bei Minusgraden einen Minirock mit nur einer dünnen Strumpfhose und High Heels. Für mich unvorstellbar. Ich war jedenfalls froh, als ich dann zu Hause ankam und erstmal ein Fußbad machen konnte. 

Ich wollte euch noch von meinem Schrecken erzählen beim ersten Tag in meinem Unigebäude. Nach einem langen Tag musste ich ganz dringend auf die Toilette, und was fand ich da vor - ein Loch laughing Ich dachte ich irrte mich und das sei vielleicht das falsche Klo, aber es war wirklich für Frauen und ich musste mich hinhocken. Außerdem ist es ziemlich ungewohnt, das man hier das Toiletttenpapier nicht in die Toilette schmeißen darf, sondern nur in dafür vorgesehene Behälter. 

Привет Дженни smile Überall Eis auf den Gehwegen Мечеть Кул-Шариф Vor dem Kasaner Kreml Kul-Sharif Moschee Blick über Kazan, links im Bild die weiße Fläche ist die zugefrorene Wolga

 

Großeinkauf und Frühjahrsputz

Und da melde ich mich wieder.

Heute ging es wieder aufregend zu, so wie jeden Tag den ich hier bin. Da wir ja in unserem Apartment nichts besitzen, haben wir uns heute zum Großeinkauf gemacht, um es wenigstens etwas wohnlicher zu haben. Wir machten uns auf die Socken mit dem Bus (welcher in Deutschland sicher keinen TÜV bekommen hätte). Im Kaufhaus angekommen war ich begeistert von dessen Größe und wäre am liebsten gleich shoppen gegangen laughing aber wichtigeres stand auf dem Plan. Wir wagten uns ins Grauen, eine Art Mix aus Ikea und Kaufland zusammen, einfach nur zu groß. Es gab alles was man mochte. Wir deckten uns mit dem nötigsten ein und waren froh da wieder raus zu sein. Wir schleppten also Wäschetrockner und Co. durch die Straßenbahn und zu Fuß zu unserem Apartment. 

Zu Hause kochten wir Pelmeni, welcher soooo lecker hier sind. Danach ging es an den Wohnungputz. Der Schmutz war unbeschreiblich, aber jetzt ist alles verhältismäßig sauber. 

Man merkt hier sehr schnell, wie viel Komfort es in Deutschland gibt. Und ich schätze es nun noch mehr. 

Liebe Grüße

PS: Heute waren es nur -9 Grad und es war sehr angenehm smile Das Einkaufszentrum wo es alles gibt Mein Frühstück (Каша с бананом) Die leckersten Pelmeni  Großeinkauf in der Metro Spaß am Putzen

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